Corona-Virus und eure Erlebnisse

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    • Ich habe am Freitag meine eine Impfe bekommen und zwar Johnson&Johnson. Auch wenns egal war welcher Stoff mir gespritzt wird. Bekommen habe ich den "Termin" durch ne Impfaktion meiner Stadt da konnte man spontan hin und sich impfen lassen. Und da ich eh nen Kardiologentermin voher in der Stadt hatte bin ich hin. Ich habe keinerlei Schmerzen oder Nebenwirkungen bekommen. Höchstens 'nen blauen Fleck und wenn man auf die Einstichstelle drückt tuts weh. Also drücke ich nicht drauf. Und nun bin ich gespannt. Habe gehört dass der Impfstoff auch gegen mein Long covid hilft und das wäre super. Ich kann immer noch nicht richtig riechen aber mit meiner Lunge gehts besser. Ich kann wieder etwas schwerere Dinge tragen, wenn auch nur kurz. Ich traue mir inzwischen auch wieder zu mehr Sport zu machen. Hoffe der "Spaß" ist bald dann vorbei.
    • Ich wurde letzten Donnerstag mit BioNTech geimpft. Ich war überrascht, wie schnell das ging, da ich um kurz nach 13h den Termin zum impfen hatte und - mit der Wartezeit nach der Impfung - gegen Viertel vor 2 wieder gehen konnte. Nebenwirkungen hatte ich auch keine - jedenfalls keine heftigen, körperlichen Beeinträchtigungen.

      Nach der Impfung tat mein Arm weh und am nächsten Tag konnte ich ihn nicht einmal mehr bis über die Schulter heben. :xugly: Zudem war ich in den nächsten zwei Tagen nach der Impfung etwas träge und müde. Ich bin jedenfalls froh, mich impfen gelassen zu haben und freue mich, wenn ich den kompletten Impfschutz habe.
    • Hatte am Montag auch meine zweite BioNTech-Impfung. Beim ersten Mal hatte ich auch stärkere Schmerzen, die den Arm auf jeden Fall weniger brauchbar gemacht haben, aber mich nicht wirklich vom Arbeiten abgehalten haben. Nach der zweiten Impfung hab ich aber viel weniger gemerkt. Ich hatte gestern Mittag noch leicht Oberarmschmerzen an der Einstichstelle, aber die haben sich schnell verflüchtigt. Mittlerweile ist da fast gar nichts mehr.

      Ich hab so das Gefühl, dass BioNTech-Impfungen allgemein milder zu verlaufen scheinen. Ich kenn nicht viele Leute, die mit Astra geimpft wurden, aber die, von denen ich weiß, haben das wohl nicht so leicht weggesteckt. So gesehen bin ich dann ganz froh BioNTech gekriegt zu haben, auch wenn mich die härteren Nebenwirkungen nicht wirklich abgeschreckt haben - aber wenn man sich die Krankheitstage sparen kann... xD
      SCs
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      NPCs
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    • Ich hatte meine erste Impfung mit Astra vor ca. einem Monat. Die Impfung war insgesamt auch sehr schnell vorbei (war glaube ich keine 10 Minuten in der Arztpraxis. Die Auswirkungen der Impfung habe ich erst am Abend gespürt. Mir war ein wenig schlecht und gegen Abend wurde mir ziemlich warm (über 39 war meine Temperatur aber nicht). Am nächsten Tag war ich insgesamt etwas träge und müde und habe es insgesamt sehr ruhig angehen lassen, erhöhte Temperatur hatte ich da schon nicht mehr. Am drauf folgenden Tag ging es mir schon wieder gut.

      Bin auch froh, dass ich jetzt geimpft bin und hoffe, dass sich genügend Menschen ebenfalls impfen lassen, damit wieder etwas mehr Normalität einkehren kann. Merke gerade jetzt, wo es wärmer wird, viele Leute schon ihre zweite Impfung durch haben und die Inzidenzzahlen weiter niedrig sind, auch die Leichtsinnigkeit zurückkehrt. Ich arbeite im Einzelhandel und die Menschen haben immer noch nicht gelernt, Abstand zu Halten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Masken werden häufig falsch getragen und ich habe vermehrt Leute, die gar keine Maske tragen, da sie „ja geimpft“ sind. Ich verstehe auch jeden, der auf diese ganze Situation keinen Bock mehr hat - hab ich ja auch nicht. Aber auf die letzten Meter (mit einer Delta-Variante in den Startlöchern) schlapp machen... Ich glaube, dass führt zu wieder neuen Ausbreitungen. Ob man die mit mehr Regeln und mehr Einschränkungen in den Griff kriegen kann? Wahrscheinlich. Ob da die Menschen sich auch dran halten, wenn es keine Reglungen sondern nur Empfehlungen gibt? Wahrscheinlich eher nicht. Ich merke das selbst an mir, wie oft ich abwäge und mich dann doch eher für ein lockeres Verhalten in Situationen entscheide, die zwar "regeltechnisch" einwandfrei in Ordnung sind, aber mich dann immer wieder zum Grübeln bringen, ob mein Verhalten nicht genauso leichtsinnig ist. Gibt dafür sogar einen schönen Namen: Cave Syndrom. Wenn wir wie die Höhlenmenschen aus unserer sicheren Höhle kommen und uns erst einmal in der neuen Welt orientieren müssen. Kann ich nachempfinden.
    • Seit 28. März 2020 gilt in Deutschland die Feststellung der sogenannten epidemischen Lage von nationaler Tragweite, die wiederholt erneuert worden ist und am 24. November 2021 ausläuft, sofern sie zuvor nicht verlängert (oder aufgehoben) wird. Währenddessen trifft uns die vierte Welle mit voller Wucht, aktuell haben wir bundesweit eine 7-Tage-Inzidenz pro hunderttausend Einwohnern von knapp 250, die beständig steigt und einen neuen Höchstwert seit Beginn darstellt - in einigen Landkreisen ist sogar die 1000 nicht fern oder erreicht - und überall schlagen die Intensivstationen Alarm, überlastet zu sein. Die Impfquote liegt bei rund 67% (vollständig geimpft) und hat bislang eine komplette Eskalation verhindert. Experten haben vor diesem Szenario gewarnt und es erweckt dennoch den Eindruck, als kümmert es viele nicht mehr so richtig. :|

      Das sind die momentanen Umstände. Als Ende 2019 vermehrt vom Coronavirus gesprochen worden ist, habe ich mir eine solche Entwicklung der Situation nie vorstellen können. Ähnlich wie bei früheren Pandemien, zum Beispiel der Schweinegrippe, habe ich angenommen, dass in Deutschland und Europa alles einen einigermaßen glimpflichen Verlauf nehmen wird. Anders als in Asien, wo solche Pandemien in der Vergangenheit bereits ein Thema gewesen sind, haben wir schließlich andere Verhältnisse, unter anderem keine dermaßen dichtbesiedelten, riesigen Metropolen, die mehr Nährboden für eine Verbreitung bieten. Außerdem habe ich unsere Bevölkerung für durchaus vernünftig gehalten.

      Leider hat sich das alles als gewaltiger Irrtum erwiesen und ich habe meine Ansichten mehrmals revidieren müssen. Als die erste Welle des Coronavirus Deutschland erfasst hat, habe ich das mit wachsender Beunruhigung verfolgt. Mich hat das Verhalten der Medien damals weniger gestört, da ich Nachrichten sowieso gezielt konsumiere und (reißerische) Berichterstattung, die mich nervt, relativ gut herausfiltere. Allerdings ist die Situation selbst besorgniserregend gewesen, je mehr wissenschaftliche Erkenntnisse bekannt und zugänglich geworden sind. Bis heute versuche ich, mit kurzen Unterbrechungen, wenn es mir zu viel an Negativität wird, informiert zu bleiben.

      Ende Februar 2020 bin ich zu meiner Familie nach Bayern gefahren; wir haben ein eigenes Haus mit großem Garten in einer ländlichen Gegend. Aufgrund meines Studiums lebe ich sonst hauptsächlich mitten in Berlin; dort bin ich nur noch vereinzelt im Sommer 2020 und 2021 gewesen. Zwar bereitet mir das Alleinsein grundsätzlich keine Schwierigkeiten und ich schätze es meist, mich zurückziehen zu können. Aber eventuell längerfristig in meiner Wohnung isoliert zu sein, ist mir nicht als optimale Lösung angesichts der Entwicklung erschienen. Deshalb habe ich damals entschieden, vorläufig bei meiner Familie zu bleiben; zusätzlich bin ich so nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und muss mich nicht ständig ins Gewühl schmeißen, um mich zu versorgen. Das Studium ist auf Onlineformate umgestellt worden, sodass mir diese persönlichen Kontakte weggebrochen sind. Auch wollte ich mich zum Kompensieren nicht ständig mit anderen treffen, wenn gerade das als heikel gilt. Auf das Pendeln zwischen Berlin und meiner Familie, das für mich normal gewesen ist, habe ich seitdem weitgehend verzichtet, um meine Angehörigen nicht zu gefährden, die wegen Vorerkrankungen oder Alter ohnehin zur Risikogruppe gehören.

      Ich bin nie viel auf Achse gewesen. Trotzdem sind die Einschnitte seit März 2020 für mich spürbar und nicht spurlos an mir vorübergegangen. Ich habe mich nur wenige Male - das lässt sich an einer Hand abzählen - mit Freunden getroffen, wenn die Lage zeitweise ruhiger war, bin im Sommer 2020 zwei Mal zum Schwimmen ins Freibad gegangen, einmal auf einem Fluss Kajak gefahren und im August 2021 im Kino gewesen, weil mich die örtlichen Hygienekonzepte überzeugt haben. Da die Zahlen bezüglich des Coronavirus in meinen Augen für sich sprechen, ist es mir von Anfang an wichtig gewesen, mich vorsichtig zu verhalten und alles abzuwägen, und ich habe auf andere Aktivitäten oder irgendwelche weiten Reisen und Urlaube verzichtet. Ich bin nicht erpicht darauf gewesen, selbst zu erkranken, denn obwohl ich eine geringe Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf haben dürfte, habe ich nicht potenziell Long-Covid riskieren oder sogar andere anstecken und gefährden wollen.

      Entsprechend habe ich mich im Frühling 2021, sobald das möglich war, um eine baldige Impfung bemüht. Meinen vollständigen Impfschutz habe ich seit Mitte Juli 2021 und sollte eine Auffrischung für alle empfohlen werden, werde ich das ebenso mitmachen. Ich habe den Impfstoff von BioNTech erhalten. Als Impfreaktion hat sich nach der ersten Dosis der betroffene Arm schwer angefühlt, im Umkreis der Einstichstelle geschmerzt und insgesamt bin ich etwas angeschlagen gewesen, als bekäme ich eine Erkältung; nach der zweiten Dosis ist es vergleichbar gewesen, wobei ich mehr Kopfschmerzen und einen rauen Hals hatte, dafür hat der Arm weniger weh getan; beide Male ist es nach zwei, drei Tagen vorüber gewesen. Den Schritt getan zu haben, um mich und andere besser zu schützen, fühlt sich gut an.

      Natürlich macht mir die Pandemie mitsamt allen Maßnahmen keinen Spaß und ich bin dem längst müde. Mich belastet und strengt die Situation an, als wäre ich ständig subtil in Alarmbereitschaft. Mein Zeitempfinden gibt es nicht mehr: Die Unbeschwertheit von 2019 scheint gestern gewesen zu sein, gleichzeitig hält dieser Ausnahmezustand seit Ewigkeiten an. Durch meinen langen Aufenthalt bei meiner Familie habe ich einen Teil meiner hart erkämpften (emotionalen) Selbstständigkeit wieder verloren, mir fällt einiges im Alltag schwer, das zuvor mühelos funktioniert hat. Meinen dreißigsten Geburtstag im Sommer 2020 habe ich mir zugleich anders vorgestellt und bin, trotz der Feier im kleinsten Kreis (dank der damals niedrigen Zahlen), traurig darüber gewesen. Durch das Studium online habe ich zwar kaum mehr Fehlzeiten, weil es einfacher ist, sich trotz gesundheitlicher Einschränkungen an den Computer zu schleppen, statt zur Uni; aber es bereitet mir zunehmend Probleme, zumal ich bei meiner Familie nicht so effizient und konzentriert arbeiten kann. Dabei geht es mir noch verhältnismäßig gut und ich bin privilegiert, da ich beispielsweise nicht um meine Existenz fürchten muss oder ähnliches. Ich will mir nicht ausmalen, wie es für andere ist, die hier weniger Glück als ich haben oder in einer schwierigen Lage gewesen sind, die dadurch noch verstärkt worden ist. Die Pandemie hat einige (gesellschaftliche) Missstände deutlicher hervortreten lassen.

      Nach der ersten Welle im Frühling 2020 war ich beinahe erleichtert, dass wir in Deutschland die Situation im Vergleich zu anderen Ländern halbwegs gut gemeistert haben. Als im Herbst 2020 die Zahlen wieder gestiegen sind und sich alles zu einem Hin und Her ausgewachsen hat, hat sich die Erleichterung in Ernüchterung gewandelt, die bis heute anhält. Wenn ich ausnahmsweise draußen unterwegs bin, fast ausschließlich zum Einkaufen, frustriert mich vor allem, dass die Maßnahmen kaum mehr beachtet werden - trotz Impfungen sprechen wir von Wahrscheinlichkeiten, die man durch etwas Vorsicht positiv beeinflussen kann, und nicht von absoluten Sicherheiten. Ich weiß nicht, ob das an Leichtsinn oder Rücksichtslosigkeit liegt. Etwas Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme, denke ich, würden helfen, die Situation zum Guten zu beeinflussen - man muss sich ja nicht vollständig zu Hause verkriechen und niemanden mehr sehen, doch es sollte zumindest möglich sein, die Maske ordentlich zu tragen, Abstand zu halten oder nicht ohne Tests, Vorkehrungen oder jegliche Abwägung tagtäglich privat mit zig Personen auf Tuchfühlung zu gehen. Wenn sich jeder ein bisschen zurücknimmt, würde das einiges nützen. Offenbar braucht es hier wohl (wieder) härtere Vorgaben, wohl oder übel, damit sich etwas ändert.

      Aufreibend finde ich die Debatte um die Impfung, die sich zurzeit weiter hochschaukelt. Persönlich halte ich die schnelle Entwicklung des Impfstoffes für den einzig guten Aspekt dieser Pandemie, weil das gezeigt hat, wozu die Wissenschaft und Medizin heutzutage - zum Glück - fähig sein kann. Das hat mich beeindruck und meine Bereitschaft zur Impfung ist gleich da gewesen. Wenn man dagegen Unsicherheiten und Ängste hat, kann ich das noch verstehen. Allerdings sind zur Impfung gegen das Coronavirus einerseits dermaßen viele fundierte, wissenschaftliche Informationen für Laien aufbereitet und verfügbar, wie ich das noch bei keinem anderen medizinischen Thema vorher erlebt habe; andererseits sollte ein Gespräch mit einem fachkundigen Arzt hier für Aufklärung sorgen, dass die Vor- die ohnehin seltenen Nachteile (die trotzdem ernstgenommen werden sollten, damit man sie rechtzeitig erkennt) überwiegen. Und selbst als Laie kann man sich aus den Daten eigentlich ableiten: Mittlerweile sind die Impfstoffe in einem solchen gewaltigen Umfang verabreicht worden, alle potenziell möglichen Nebenwirkungen sind bekannt und die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendetwas Gravierendes gibt, das neu ist oder mit Verspätung auftritt, ist extrem gering bis ausgeschlossen.

      Inzwischen zeigt sich unweigerlich, eine Entscheidung gegen die Impfung ist eine Entscheidung für die Infektion; und die Erkenntnisse, welche negativen Folgen eine Infektion haben kann, werden ebenso mehr. Vor allem über das erweiterte Umfeld meiner Eltern erfahre ich, welche haarsträubenden Falschinformationen teilweise im Umlauf sind und wie manche Personen trotz einer mehrheitlich eindeutigen wissenschaftlichen Basis auf einem Standpunkt - gegen die Impfung - beharren, der sich schlicht nicht halten lässt. Wenn der Vorgesetzte meiner Mutter sagt, er lässt sich nicht impfen, weil er später gesunde Kinder haben will, und irgendwelche Falschinformationen aus unseriösen Quellen für glaubwürdiger als wissenschaftliche Studien und Ergebnisse hält, kann ich darüber nur noch den Kopf schütteln. Ungeachtet des persönlichen Risikos für einen schweren Verlauf ist die Zahl derer, die wegen des Coronavirus auf der Intensivstation landen, durch die Impfung klar zu reduzieren, dazu muss man sich nur die Verteilung ansehen - und die Plätze wären für andere Notfälle frei, für die sie dringend benötigt werden. Ich finde es schwer nachvollziehbar, wie man sich dagegen sperren kann.

      Meinem Eindruck nach verursacht das Coronavirus ein Trauma, das sich auf die persönliche, national-gesellschaftliche sowie weltweite Ebene erstreckt, und ich finde es wichtig, das anzuerkennen; ohne sich bitte in Falschinformationen oder womöglich noch Verschwörungstheorien zu verrennen. Das Nachher wird nie mehr wie das Vorher sein, das muss man wohl akzeptieren, das Coronavirus und seine Konsequenzen werden nicht mehr komplett verschwinden. Trotzdem hoffe ich darauf, dass die Lage sich mit etwas Rücksichtnahme aufeinander und ohne voreilige Nachlässigkeit wieder beruhigen wird - idealerweise in naher Zukunft, bevor wir mit weiteren ungünstigen Mutationen des Virus konfrontiert sind.
      »Zeit entschwindet, Menschen scheiden ...
      In ewig wie des Wassers Fluss ...
      Zu königlichem Streben reift des Kindes Mut ...
      Junger Liebe Knospen erblühen groß und stark ...«

      – Shiek in »The Legend of Zelda: Ocarina of Time«
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      Jeanne schrieb:

      Währenddessen trifft uns die vierte Welle mit voller Wucht, aktuell haben wir bundesweit eine 7-Tage-Inzidenz pro hunderttausend Einwohnern von knapp 250, die beständig steigt und einen neuen Höchstwert seit Beginn darstellt - in einigen Landkreisen ist sogar die 1000 nicht fern oder erreicht - und überall schlagen die Intensivstationen Alarm, überlastet zu sein.

      Ich finde es erschreckend, wie rasant die Zahlen nun nach oben gehen. Ich habe mir eben das RTL Spezial zur Corona Lage angeguckt und nachdem ich die heutigen Bilder aus Köln oder Düsseldorf gesehen habe, wusste ich echt nicht, was ich dazu sagen sollte. Ich war sprachlos. Ich mein - jeder kann feiern wie er will, aber gerade in der aktuellen Lage, mit der Pandemie, mit steigenden Zahlen, mit Intensivbetten, die stets weniger werden, mit Kliniken, die kurz vor dem Kollaps stehen, habe ich dafür überhaupt gar kein Verständnis. Da tut mir das Krankenhauspersonal wirklich leid.

      Ich habe mich, sobald es möglich war, ebenfalls gegen das Coronavirus impfen lassen. Auch, wenn es heißt, dass es eben nicht komplett vor den Coronaviren schützt, es schützt immerhin davor, mit schweren Verläufen in die nächstbeste Klinik gebracht zu werden. Ich habe meine Freizeitaktivitäten aber auch rapide herunterfahren müssen, einfach, um mich und auch andere nicht zu gefährden. Das ist auf Dauer leider ganz schön anstrengend und wie Jeanne es schon sehr gut formuliert hat - man wird einfach müde davon. Vor allem, wenn uns die Pandemie jetzt schon so lange begleitet und es manche Leute (leider) immer noch nicht verstanden haben / oder verstehen wollen.

      Besonders heftig sind unter anderem die Verweigerer, die dann auch noch handgreiflich werden. Im Prinzip traue ich mir nicht einmal zu, selbst jemanden im öffentlichen Nahverkehr darauf anzusprechen, doch bitte die Maske zu tragen. Einmal, weil es nicht meine Aufgabe ist und andererseits, weil ich Sorge habe, spätestens nach der Bitte / Aufforderung zusammengeschlagen irgendwo zu liegen. Ist natürlich jetzt überspitzt gesagt, aber ich habe neulich irgendwo gelesen, dass eine Studentin von einem Mann mittleren Alters blöd angemacht wurde, nachdem sie drum gebeten hatte, dass er eine Maske im Zug anziehen soll (ob der Mann sie attackiert hat, weiß ich gerade nicht mehr).
    • Ich hab keine Lust mehr.
      Also insgesamt auf den ganzen Müll. Auf das Virus, auf Corona-Leugner, auf Impfgegner und Querdenker. Und da geht's glaube ich allen so. Aber hilft ja leider alles nichts und man muss da durch.

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      Jeanne schrieb:

      Inzwischen zeigt sich unweigerlich, eine Entscheidung gegen die Impfung ist eine Entscheidung für die Infektion; und die Erkenntnisse, welche negativen Folgen eine Infektion haben kann, werden ebenso mehr. Vor allem über das erweiterte Umfeld meiner Eltern erfahre ich, welche haarsträubenden Falschinformationen teilweise im Umlauf sind und wie manche Personen trotz einer mehrheitlich eindeutigen wissenschaftlichen Basis auf einem Standpunkt - gegen die Impfung - beharren, der sich schlicht nicht halten lässt.
      Ich finde es einerseits nicht überraschend. Dieser Mythos, dass Impfungen Authismus verursachen sollen, hält sich in manchen Online-Bubbles ja auch, obwohl es mehrfach widerlegt wurde, nicht dem wissenschaftlichen Konsens entspricht und dem Typ, der den Aufschrieb darüber veröffentlicht hat, die medizinische Zulassung entzogen wurde.
      Am Ende des Tages glauben halt alle nur, was sie glauben wollen. Wenn es dem eigenen, anti-autoritären Weltbild entspricht, werden Impfungen halt verpönt. Fakten sind irrelevant, solange sie nicht dem eigenen Empfinden entsprechen. Die Medien tragen ja dazu bei, dass jeder seinen unbelegten Müll in die Welt hinaus posaunen kann und irgendwen spricht es halt leider immer an.

      Auf der anderen Seite frag ich mich halt dann doch... 33% Ungeimpfte ist sehr hohe Zahl und deutliche mehr als ich jetzt der Querdenker-Bewegung z.B. zusprechen würde (ohne dafür Zahlen zu haben, die das unterstützen, das sagt mir jetzt eher mein Gefühl). Und da frag ich mich halt - was ist mit den ganzen Leuten, die man nicht gleich als Querdenker abstempeln kann? Wo sind da die Bedenken und wo ist da die Desinformation? Warum erreicht man diese Leute nicht mehr?
      Ich hab da halt ehrlich gesagt keine Ahnung, aber ich hab da das Gefühl, dass das weniger mit einer schlechten Faktenlage oder mangelnden Aufklärungsmöglichkeiten zu tun hat, und eher mit einem generellen Misstrauen in unsere Regierung und die Politik der GroKo. Und das meine ich nicht mal viel anders als ein ganz klare Trotzhaltung alá: "Well, wenn die das wollen, nachdem die Corona verkackt haben, dann mach ich das nicht."
      Ist halt nur schade, dass man diese Leute wohl augenscheinlich nicht mehr erreicht, obwohl man sie nicht direkt in eine radikale Ecke stecken kann. Irgendwas ist da mega schief gelaufen.

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      Valoel schrieb:

      Besonders heftig sind unter anderem die Verweigerer, die dann auch noch handgreiflich werden. Im Prinzip traue ich mir nicht einmal zu, selbst jemanden im öffentlichen Nahverkehr darauf anzusprechen, doch bitte die Maske zu tragen. Einmal, weil es nicht meine Aufgabe ist und andererseits, weil ich Sorge habe, spätestens nach der Bitte / Aufforderung zusammengeschlagen irgendwo zu liegen.
      Kann ich verstehen. Aber irgendwo glaube ich da auch: Wers bis jetzt nicht begriffen hat, der wirds auch nicht mehr machen. Ich spreche da jetzt auch niemanden mehr drauf an. Ist zwar assi, aber die harten Verweigerer erreicht man jetzt auch nicht mehr.
      SCs
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