20 Jahre Majora's Mask

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    • 20 Jahre Majora's Mask

      Am heutigen Tag ist vor zwanzig Jahren The Legend of Zelda: Majora's Mask für Nintendo 64 in Europa veröffentlicht worden! Es war der sechste Titel der The Legend of Zelda-Reihe, der zweite, der über 3D-Grafik verfügte und für das Nintendo 64 erschien, und inhaltlich zugleich das Sequel zu seinem Vorgänger Ocarina of Time.



      2003 war Majora's Mask im Rahmen der The Legend of Zelda: Collector's Edition zusammen mit The Legend of Zelda, The Adventure of Link und Ocarina of Time auch für Nintendo GameCube erhältlich, 2009 folgte eine Version als Virtual-Console-Spiel für Nintendo Wii, bis es schließlich 2015 mit Majora's Mask 3D eine Neuauflage für Nintendo 3DS erhielt, ähnlich wie vier Jahre zuvor bereits sein Vorgänger Ocarina of Time.

      Bei Majora's Mask übernahm Eiji Aonuma erstmals eine leitende Funktion bei der Entwicklung eines Zelda-Spiels und löste damit Shigeru Miyamoto ab. Neben einer bemerkenswert großen Anzahl an optionalen Nebenaufgaben zeichnet sich Majora's Mask dazu durch ein einzigartiges Spielprinzip aus: Gefangen in einer Zeitschleife muss Link das Land Termina vor dem herabstürzenden Mond bewahren und dazu stets dieselben drei Tage durchleben. Im Vergleich zu seinem Vorgänger gilt es als düsterer und atmosphärisch dichter und für viele Zelda-Fans ist es einer der besten Teile der Serie.

      Hast du Majora's Mask gerne gespielt oder hat das Schicksal es nicht gut mit dir gemeint? Erzähle uns von deinen Erfahrungen!
      »Zeit entschwindet, Menschen scheiden ...
      In ewig wie des Wassers Fluss ...
      Zu königlichem Streben reift des Kindes Mut ...
      Junger Liebe Knospen erblühen groß und stark ...«

      – Shiek in »The Legend of Zelda: Ocarina of Time«
    • Ich weiß noch, wie ich damals ein ziemlicher OoT-Junkie war und (mangels Internet) gar keine Peilung hatte, dass es noch einen Nachfolger dieses Spiels gibt, bis ich Majoras Mask bei Nachbarn gesehen habe. Die haben gerade den Pic-Hibernia-Tempel gespielt und ich kleines Döppken war super geflasht davon, dass man sich in einen Goronen verwandeln konnte. Und überhaupt die Masken und das Leveldesign, was insgesamt sehr stimmig war.

      Später hatte ich es dann auf meinem eigenem N64 und war erstmal ziemlich überfordert mit dem Zeitlimit und fand es super schwer die ersten drei Tage durchzubekommen. Meine Highlights beim ersten Durchgang waren auf jeden Fall die Verwandlungen, die super creepy aussahen und die Darstellung der Völker insgesamt. Alles, was man in OoT nur so angeschnitten hatte, war auf einmal soviel lebendiger und kohärenter in die Welt eingebunden. Und dieses „täglich grüßt das Murmeltier”-Feeling war zusammen mit dem Bomber-Handbuch einfach ziemlich großartig. Man konnte selber Nachforschungen anstellen, Dinge in die richtige Reihenfolge bringen und vor allem die Kafei-Anju-Quest war eine der besten Side-Quests von allen Zelda-Spielen. Generell mochte ich diese Spielchen mit der Zeit, so dass man z.B. die Lottozahlen vorher kannte oder auch, dass man wusste, wann man beim Dieb in Nord-Unruhstadt eingreifen musste, um den Überfall auf die Oma vom Bombenshop zu verhindern.

      Insgesamt mochte ich auch die Stimmung sehr gerne. Ja, es war düster und kafkaesk aber dabei auch an vielen Stellen einfach bunt und knallig und schrill und skurril. Tingle, die Dekuprinzessin, die Biber-Brüder, die Spiele in Unruhstadt nur als ein paar Beispiele. Es hat sich manchmal ziemlich trippy angefühlt. Man konnte auch nie ganz einordnen, ob es nun ein Traum, eine Parallelwelt oder ein „Jenseits“ ist (gibt da ja diese Theorie, dass Link durch die 5 Phasen der Trauer nach Kübler-Ross geht. Super spannend, wenn auch etwas abwegig).

      Jedenfalls hatte ich eine weitere schöne Begegnung mit dem Spiel, als ich ein Let's Play bei Aki auf seinem Youtube-Kanal LPAki ko-moderieren durfte. Hatte mir sehr viel Freude bereitet und ich hätte ich damals bessere technische Möglichkeiten gehabt aufzunehmen, hätte ich gerne selber mit Let's Plays angefangen. Jedenfalls habe ich mit Aki zusammen den Pic Hibernia Tempel gemacht (womit sich der Kreis schießt).

      Habe später auch den 3DS-Ableger gespielt und mochte die Neuerungen und Verbesserungen super gerne und bin bis heute noch gespannt, ob es eine hochskalierte (HD?) Version von OoT und MM (in der 3DS-Variante) auf der Switch geben wird. So gerne ich das Spiel auf dem 3DS mag, so sehr ärgere ich mich darüber, dass es so klein ist. Technisch sollte es möglich sein (immerhin läuft Mario 64 auch auf der Switch).

      Nach wie vor eines der besten Spiele der Reihe, mit toller Story und interessanten Charakteren und einem Haufen von gut durchdachten Side-Quests.
    • Meine Erinnerungen an das Spiel sind irgendwie nicht mehr so gut vorhanden wie bei Ero, aber das liegt auch einfach daran, dass ich zu der Zeit kein N64 besessen habe.

      Einer meiner besten Freunde hatte aber eins, bei ihm habe ich auch Stunden damit verbracht ihm beim Spielen zuzugucken. An OoT kann ich mich da noch sehr gut erinnern, da er sich dort die Aufgabe gestellt hatte alle goldenen Skulltulas zu finden.

      Bei Majora's Mask bin ich mir nicht sicher ob "wir" es jemals durch geschafft haben. Ich kann mich nur erinnern, dass wir immer schön unser Konto gefüttert haben und irgendwie recht verloren waren in dieser Welt mit dem Zeitdruck.
      Ich hab die 3DS Variante auch angespielt (wie leider so vieles) ohne es je zu beenden. Aber es steht auf jeden Fall auf meiner Liste. Sollte es ein HD Remake geben werde ich das vermutlich nutzen um es endlich mal zu beenden.
      Manchmal verliert man, machmal gewinnen die Anderen.
      Meine Sammlung (nicht aktuell, wächst aber immer): Consoleprofiler
    • Majora's Mask ist eines der Spiele, die ich wirklich zu 100% durchgespielt habe. Und das sogar mehrmals, und obwohl ich selbst gar keinen 3Ds (und einen N64 schon gar nicht) besitze, sondern mir die immer ausgeborgt habe xD
      Dieses Spiel war denke ich mein viertes Zeldaspiel, und ich bin eigentlich erst recht spät zum Gamer geworden. Als ich 16 war, fings mit OOT an, gefolgt von Spirit Tracks und Phantom Hourglass, die ich beide auf Ebay erwerben konnte. Und dann war da plötzlich auf Youtube so ne tolle Werbung zum 3D Remake von Majora's Mask. Mein Bruder und ich konnten nicht widerstehen - und das Spiel trieb uns erst einmal in den Wahnsinn, weil Stress. Er hat es dann auch bald gelassen, ich weiß gar nicht, ob er es jemals durchgespielt hat am Ende. Ich bin nach viel Frust und Mühe erfolgreich gewesen und hatte das ZEitmanagement auch endlcih drauf XD
      Jedenfalls habe ich es glaube ich noch zwei oder drei weitere Male gespielt, und dann eben alles erledigt, was es zu erledigen gab. Nicht nur finde ich die Story bis jetzt mysteriös und spannend, sondern auch das Setting an sich einzigartig.
      Nachdem ich seit meinem Geburtstag Majora's Mask am Schlüsselbund hängen hab, habe ich es jetzt auch endlich geschafft, mein anderes Geburtstagsgeschenk aufzuhängen, und zwar sogar gestern (wenngleich zufällig xD):
      Man kann das Feuer nicht fangen und zähmen, nur kontrollieren. Freiwillig wird es sich einem nie unterwerfen, nicht wahr?
      - Fiadora va' Shevejah va' Ajin
    • Majora's Mask ist bis heute das Spiel, das mich am meisten mitgerissen hat. Ähnlich wie Ero hatte ich anfangs keine Ahnung, dass es das Spiel überhaupt gibt und hab es auch erst "relativ spät" bekommen, ich denke so 2003 rum. Ich hab von dem Spiel aus einer N64-Broschüre erfahren, in der unter anderem auch die bunt-transparenten Controller beworben wurden. Die Broschüre hatte ich mir bereits zuvor viele male angesehen und war immer gespannt auf das Spiel, alles basierend auf den abgedruckten 2-3 Screenshots der Beta-Version und einem coolen Link-Artwork. Damals kam mir das alles schon ein bisschen seltsam vor, denn natürlich erinnerten die Screenshots stark an OoT, aber die eingeblendete Uhr und die seltsame Felsenturm-Kulisse in einem der Screenshots versprühten gleich eine irgendwie seltsame Atmo.

      Allerdings war ein neues Videospiel damals eine sehr große Sache für mich, das gabs höchstens mal zu Weihnachten oder zum Geburtstag. Meine Eltern hatten damals ihre liebe Not noch einen dieser N64-Expansion-Packs zu besorgen, die es damals schon nur noch in Gebrauchtwarenläden gab. Überhaupt hab ich letztendlich nur das blanke, gebrauchte Spielmodul und den Expansion-Pack bekommen, aber Weihnachten war damit für mich natürlich trotzdem gerettet.

      Majora's Mask ist aber definitiv kein Spiel für Einsteiger. Ich weiß noch, dass ich lange gebraucht habe, um überhaupt den ersten Abschnitt in Unruhstadt zu schaffen, weil ich einfach nicht geblickt habe was zu tun war. Das man alles immer wieder wiederholen musste, nur weil man nicht geblickt hat, wie man am letzten Tag auf den Uhrturm kommt, war auch nicht gerade motivierend... andererseits war das Spiel auch von Anfang an viel geheimnisvoller und verlockender als OoT. Wenn man Unruhstadt mal mit dem Kokiri-Dorf in OoT vergleicht, ist das schon ein gewaltiger unterschied. Ich weiß noch, dass ich ewig lang gebraucht hab, um in Kafeis versteckt zu gelangen. Ich hab ständig versucht die Glocke zu läuten - dann kam er raus, schaute sich kurz um und ging gleich wieder rein. Ich dachte wirklich man muss nur schnell genug sein. Noch mysteriöser wurde das ganze dadurch, dass Kafei nur am ersten (und vielleicht auch am 2. Tag) raus kam und wohl nur am ersten Tag einen Spaziergang zum Briefkasten machte. Also hab ich einmal alle 3 In-Game-Tage am Waschplatz verbracht und auf eine Gelegenheit gewartet, in sein Versteck zu kommen. Ich dachte, irgendwann müsse doch irgendwas passieren. Dadurch und durch den Orgelspieler in der Nacht hab ich den Waschplatz in MM irgendwie lieben gelernt. Dieser kleine Ort ist in meiner Erinnerung wahrscheinlich sehr viel atmosphärischer als er wirklich war, aber ich fand ihn - wie so viele Teile des Spiels - super geheimnisumwoben und toll. Warum waren hinter den Gittern im Bach Rubine und über was für einen Geheimgang kam man da hin? Wofür ist die Glocke wenn man dadurch nicht in Kafeis versteck kam? Jedenfalls möchte ich seitdem ein Haus mit so einen hochummauerten, moosbewachsenen Garten im Hinterhof, mit einem kleinen mysteriösen Bach der durch fließt... wird wohl nicht so leicht zu finden :D

      Natürlich gibt es noch viele weitere super mysteriöse Orte im Spiel, die ich absolut liebe. Andere Beispiele sind die Ikana-Festung, der Friedhof, das innere des Uhrturms, die Schädelbucht und einige andere. Ich könnte ewig über dieses Spiel abschwadronieren aber ich belass es jetzt mal dabei.

      Eine Sache noch: Ich finde das Zeit-System hätte eigentlich ein eigenes Genre von Abenteuer-Spiel einleiten sollen. Der Nachteil davon ist der Zeitdruck. Der Vorteil allerdings ist, dass nur durch diesen sich wiederholenden Zeitraum eine wirklich lebendige, vielseitige, geheimnisvolle und glaubwürdige Welt entstehen kann, auch wenn die Spielwelt selbst nur relativ klein ist. Man hat eine ganz besondere Art von Entscheidungsfreiheit. Beispielsweise kann man Kafei nur helfen, wenn man nicht der Romani-Ranch hilft und anders rum. Auf diese Weise wirken Geschichten viel dramatischer als in herkömmlichen Spielen, denn nur so hat das Handeln oder Nicht-Handeln Konsequenzen. Egal ob in Twilight Princess, Wind Waker, Breath of the Wild, Ocarina of Time oder wo auch immer - alle reden immer nur davon, dass irgendwas schlimm ist und die Welt gerettet werden muss. Aber Majora's Mask ist das einzige Spiel in dem wirklich etwas passiert, wenn man nicht handelt oder eine Sache nicht tut, um etwas anderes tun zu können. Ich wär absolut begeistert, wenn irgendwann in der Zukunft ein neues Zelda-Spiel dieses Konzept wieder aufgreifen würde...

      So jetzt ist aber erstmal gut.
    • Übrigens gibt es demnächst von First4Figures eine ziemlich cool aussehende und Nintendo-lizensierte Majoras Maske zum Hinstellen oder Andiewandhängen. Die einfache Version gibt es bei deutschen Händlern ab ungefähr 55 EUR, und die mit Leuchte-Augen und Leuchte-Sockel ab 85 EUR. Dachte erst ich müsste mir das Dingens für 160 Öcken importieren lassen. Hab grade vorbestellt :o Das ist die zweite Nerd-Figur in meinem Leben nach meinem Bioshock-Roboter-George-Washington... alles sehr geschmackvolle Deko xD

      Ich hoffe das gilt nicht als Werbung, sonst bitte löschen.
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      Gizmo schrieb:

      Ich weiß noch, dass ich ewig lang gebraucht hab, um in Kafeis versteckt zu gelangen. Ich hab ständig versucht die Glocke zu läuten - dann kam er raus, schaute sich kurz um und ging gleich wieder rein. Ich dachte wirklich man muss nur schnell genug sein.
      Oh Gott, ich bin grad so froh dass ich nicht die einzige bin, die stundenlang vor diesem Häuschen gehockt hat. Ich dachte lange "der darf mich halt einfach nur nicht sehen" und bin x-Mal über den Bach gehüpft. Hachja.

      Und gabs das Bombertagebuch auch schon im N64 Teil? Irgendwie hab ich das total verpasst damals. Oh boi. :,D

      Ja, da sind jede Menge gute Erinnerungen dabei. Wobei mir das Remake von MM fast noch mehr am Herzen liegt, denn da schaff ich es sogar durch den Sumpf-Tempel zu wuseln ohne dabei das Zeitlimit im Nacken zu haben und mir ständig die Haare zu raufen. x,D

      Was das Genre angeht, finde ich die Idee eigentlich ganz gut. Irgendwie kann ich mir das aber heutzutage mit der easy Spieler-generation aber kaum noch vorstellen. Die Leute möchten ja unterhalten werden. Und so Nüsse, an denen man sich die Zähne ausbeißt als 'Unterhaltung' zu verkaufen, das klappt glaube ich grad bei so einem Publisher der sich v.a. an Kinder wendet (offiziell) wie Nintendo wohl eher nicht.

      Aber wenn dich der Zeitreise-Charakter anspricht, kann ich dir noch "Sunset over Imdahl" ans Herz legen. In dem RPG Maker Spiel (ist daher auch kostenlos) mit handgezeichneten Hintergründen reist man durch die verschiedenen Jahreszeiten und auch hier liegt eine ziemlich einmalige Idee der Spielmechanik zugrunde. :)
      :rito: “Mut ist nicht die Abwesenheit von Furcht. :rito:
      Mut bedeutet die Angst, den Zweifel, die Unsicherheit zu fühlen,
      und zu entscheiden, dass etwas anderes wichtiger ist.”

      Mark Manson