Entstehung der Shiekah

Aus ZELDA RPG
Version vom 22. Februar 2019, 17:04 Uhr von Erolatilon (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu: Navigation, Suche

[] Zusatzwissen

Dieser Text ist optionales Wissen zum Zelda RPG. Um mitzumachen, musst du die Informationen nicht kennen.


50 v. H. Z.

Verantwortlich für die Entwicklung des Volks der Shiekah ist die Verfluchung der Sippschaft des damaligen hylianischen Weisen nach den Umsturzkriegen, da jener das Königshaus zuvor in zweierlei Hinsicht hintergangen hatte. Einerseits hatte er seine Pflichten und Treue gegenüber dem König verletzt, nach eigenem Willen entgegen jeglichen Gesetze gehandelt und die Kriege heraufbeschworen. Andererseits hatte er die jüngste Prinzessin entführt und zur Frau genommen; aus der Verbindung mit ihr ging später eine Tochter hervor. Vorab waren der Weise selbst und seine beiden Geschwister, ein Bruder und eine Schwester, den dunklen Künsten verfallen, vollbrachten finstere Rituale und suchten nach neuen Möglichkeiten sowie weiterer Macht.

Als jener Weise, hatte er durch seine niederträchtigen Taten alle Kämpfe ausgelöst, am Ende durch die von einem Krieger des Alten Volkes geführte Klinge des Masterschwerts getötet wurde, kam die gefangene Prinzessin frei; unglücklicherweise erwartete sie bereits ein Kind und gebar kurz darauf ein Mädchen. Aufgrund derartiger Untaten an Unschuldigen ließ der König von seinen mächtigen Magiern eine Verwünschung über die gesamte Blutlinie des Verbrechers aussprechen, die ihn bei seinen Machenschaften unterstützt hatte. Der Fluch verlieh seinen Angehörigen ein auffälliges Äußeres, steigerte in der Familie auftretende Eigenarten, rote Augen und oft helles, weißes oder silbriges Haar, sollten sie als Kreaturen der Finsternis gebrandmarkt sein und untereinander ewig im Zwist liegen, bis sie eines Tages an ihren eigenen Streitigkeiten zugrunde gingen.

Natürlich empfanden die Geschwister Reue und Furcht vor dem Los, auch ergriff sie Mitleid ob des Schicksals der Prinzessin und ihrer Tochter, entsprang sie selbst genauso der verwünschten Familie, und sie wollten Mutter und Kind in Zukunft behüten. Unterwürfig und beschämt baten sie den König um Vergebung. Der Herrscher sorgte sich um das Wohlergehen seiner geschundenen Tochter, kannte er das Dilemma um ihr ebenfalls verwunschenes Kind und stimmte der Übereinkunft zu. Im Gegenzug für seine Milde nahm er den Geschwistern und deren Familien das Versprechen ab, dass sie und all ihre Nachfahren der Königsfamilie dienen, sie bewahren und ihr die Treue bis in den Tod halten sollten.

Wollten sie sich des vorausgesagten Niedergangs entziehen, mussten sie den Pakt einhalten, denn erst ausgesprochen, konnte der Fluch nicht mehr zurückgenommen und nur gemindert werden, weswegen ihnen die äußeren Merkmale unwiderruflich blieben. Ein Verstoß gegen das Bündnis würde ihren Untergang besiegeln, so wie es Jahrhunderte später in der Tat geschehen sollte. Durch diesen Verlauf der Ereignisse waren die ersten Shiekah geboren. Die Schwester des Verräters hatte vier, der Bruder fünf Kinder und zusammen mit dem einzigen Kind des Weisen selbst – ein stilles, anmutiges Mädchen von besonderer magischer Begabung und seherischen Fähigkeiten – bildeten sie die Linien, denen alle Shiekah entstammen; die Geschwister und die Tochter der Prinzessin werden noch heute in einem Ahnenkult ob ihrer Symbolhaftigkeit für die Prinzipien der Shiekah verehrt.

Obwohl das Volk auf jene insgesamt zehn Shiekah zurückgeführt werden kann, sind im Laufe der Zeit die wenigsten der Familien völlig rein geblieben, dennoch schätzt sich diese Minderheit oftmals hoch und ignoriert dabei den Verfall, den sie durch ihren Zwang, die Blutlinie zu wahren, beschworen hat; die meisten anderen Nachkommen entfernten sich durch Heiraten außerhalb von ihren Ursprüngen und es entstanden neue Klans, die sich jüngerer Taten und Persönlichkeiten rühmen, als sich auf eine alte Abstammung zu berufen.

Durch die Forschungen ihrer Eltern gelang es bereits der zweiten Generation, die Kunst des Schattengehens für sich zu entdecken und zu verfeinern, stellten sie eine geringe Verbindung mit dem magischen Geflecht, die ehemals allen Hylianern zu eigen war, zu diesem Zweck wieder her. Bei den einzelnen Familien ist das Talent mittlerweile jeweils unterschiedlich stark ausgeprägt; die Optionen zum Erlernen variieren. Aufgrund jener Fähigkeit und der Aufgabe, im Schatten auszuharren und über die Schritte der Königsfamilie zu wachen, erhielten sie ihren Namen, welcher einer alten, hylianischen Sprache entstammt und „Schattengänger“ bedeutet.

Das Bündnis zwischen Shiekah und Königshaus war stark und tief, bekräftigt durch die unweigerlichen familiären Bande; es erstreckte sich bis in den Tod und noch heute ist es Tradition, die Verstorbenen der Königsfamilie wie damals die Tochter der Prinzessin in der einstigen Hauptstadt der Shiekah zu bestatten: Kakariko, das allmählich aufblühte. Wie der frevlerische Weise suchte das Volk den nahen Schattentempel auf und entschlüsselte manches dunkle Geheimnis.